Am dritten Wochenende im Juli bereitet sich Kaunitz traditionell auf den Ausnahmezustand vor, das Dorf wird festlich geschmückt und die grünen Jacken und Hüte prägen ab Samstagnachmittag das Dorfbild. Das Schützenfest der St. Hubertus Schützenbruderschaft Kaunitz startete am 18.06.2026 traditionell mit der Schützenmesse und dem anschließenden großen Zapfenstreich am Ehrenmal. Unter Beteiligung der Schützen aus Liemke und Steinhorst wurde dabei das für viele schönste Wochenende des Jahres eingeläutet.
Diese gute Stimmung übertrug sich auch auf den nachfolgenden Festball in der Ostwestfalenhalle, bei der die dazugekommenen Throngesellschaften der Verler Vereine zusammen mit den Kaunitzer Schützinnen und Schützen sowie den zahlreichen Gästen eine rauschende Nacht feierten.
Am Sonntag folgte dann mit dem großen Festumzug das erste große Highlight des Wochenendes. Unter Beteiligung des Bürgerschützenvereins Verl-Bornholte-Sende, der St. Hubertus Schützengilde Verl sowie der Schützenbruderschaft St. Georg Dreiländereck Sürenheide folgte der Zug dem Kommando des Obersts Lukas Draier unter den Augen zahlreicher Zuschauer vom Sportplatz am Furlbach zur Ostwestfalenhalle, wo bei der anschließenden Parade die Majestäten der genannten Vereine begrüßt wurden.
In diesem feierlichen Rahmen wurden weiterhin der Kaunitzer Ehrenoberst Uwe Cordfulland sowie der ehemalige stellvertretende Brudermeister Mark Fechtelkord für ihre jahrelangen Verdienste um den Verein geehrt.
Im Anschluss daran folgte unmittelbar der nächste Höhepunkt: Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Kaunitzer Jungschützenkompanie wurde erstmalig ein Schießen um den Titel „Jungschützenkönig der Jungschützenkönige“ veranstaltet. Hierbei konnte sich unter den aus den letzten 50 Jahren nahezu vollständig angetretenen ehemaligen Jungschützenkönigen der St. Hubertus Schützenbruderschaft Kaunitz Wigbert Pagenkemper den begehrten Titel sichern.
Anschließend folgte dann das eigentliche Schießen um den Titel des Jungschützenkönigs. Hier konnten die Zuschauer einem äußert spannenden Wettkampf beiwohnen: Patrick Pohl, Daniel Bokel und Kevin Kramer lieferten sich hier einen sehenswerten Dreikampf, bei dem keiner seine Ambitionen verbarg und jeder Schuss mit der letzten Konsequenz ausgeführt wurde.
Als Sieger und Nachfolger des scheidenden Jungschützenkönigspaares Mathis Wapelhorst und Anna Lees konnte sich dabei Patrick Pohl durchsetzen, der die Kaunitzer Jungschützen nun zusammen mit seiner Verlobten Leonie Rosenthal regieren wird.
Am Montag musste dann nach dem traditionell stattfindenden Schützenfrühstück der nächste Holzvogel dran glauben. Dabei entfaltete sich ein äußerst interessantes Schießen, bei dem u. a. der noch amtierende Schützenkönig Tobias Hagenheide sowie Präses Benedikt Kickum noch nach dem Fall der beiden Flügel mitschossen. Als es dann ernst wurde, kristallisierten sich mit Ulrich Bokel, Daniel Bokel, der am Vortag bereits bis zum Ende auf den Jungschützen-Vogel geschossen hatte, und dem plötzlich auftauchenden Thomas Kläsener drei Kandidaten heraus, die die Königswürde unter sich ausmachten. Mit dem 205. Schuss gelang es dabei Thomas Kläsener, den Vogel von der Stange zu holen. Er tritt damit gemeinsam mit seiner Frau Stefanie Kläsener die Nachfolge von Tobias Hagenheide und Aline Hagenheide-Kreckel als Schützenkönig der St. Hubertus Schützenbruderschaft Kaunitz an.
Nach der durch den stellvertretenden Brudermeister Robin Rieksneuwöhner vorgenommenen Proklamation des neuen Königspaares wurde dieses dann standesgemäß mit einer ausgelassenen Feier in der Ostwestfalenhalle ins Amt eingeführt. Das Schützenfest fand damit einen angemessenen Abschluss und kann aufgrund der vielen Besucher, der guten Stimmung und des reibungslosen Festablaufs als voller Erfolg in den Büchern der St. Hubertus Schützenbruderschaft Kaunitz notiert werden.